„Morgen kann ich nicht! Der Kindergarten hat zu.“

Liebe Arbeitgeberin, lieber Arbeitgeber,
das haben sie so vielleicht noch nicht gehört. NOCH nicht. Die Absicherung von Weiterbildung, Urlaub und Krankheit der ErzieherInnen in Sachsen ist durch den schlechten Betreuungschlüssel kaum gewährleistet. Ausfälle von Mitarbeiterinnen, auch durch die schlechten Arbeitsbedingungen, sind an der Tagesordnung. Sie beschäftigen in ihrem Umfeld. Menschen mit Kindern. Das ist gut so!
Eltern können Verantwortung übernehmen, sind motiviert und tragen dazu bei, dass unsere Gesellschaft eine Zukunft hat.
Um mit Ihnen zu arbeiten, brauchen die Eltern einen Kindergartenplatz. Einen Ort, an dem sie ihr Kind gut aufgehoben wissen, während sie zur Arbeit gehen. Nichts wäre schlimmer, als Mitarbeiter, die während der Arbeit immer mit dem Gedanken beschäftigt sind, ob es ihrem Kind gerade gut geht. Allerdings ist das bei den derzeit herrschenden Zuständen in sächsischen Kitas nicht verwunderlich.

Wieso dann bis jetzt alles „gut“ läuft? Weil ErzieherInnen zur Arbeit gehen, obwohl sie krank sind. Weil ErzieherInnen die Vor- und Nachbereitung ihrer Arbeit in der Freizeit erledigen. Weil Kindergruppen mit 18 und mehr Kindern vollgestopft werden. Wir wollen das ändern. Gemeinsam mit Eltern, freien Trägern und Ihnen als ArbeitgeberIn in diesem Bundesland. Sachsen hat bisher den schlechtesten Betreuungschlüssel bundesweit. Die Länder sind dafür verantwortlich.

Petitionen, Unterschriftensammlungen, Aktionen vor Kommunalparlamenten und vor dem Landtag gab es schon und wird es weiter geben. Im ersten Quartal 2015 wird der neue Landeshaushaltplan verabschiedet. Unser Ziel ist es, darin einen finanziellen Posten zu erwirken, mit dessen Hilfe die Bedingungen in den Kindergartengruppen deutlich verbessert werden können. Um öffentlich darauf aufmerksam zu machen, müssen wir auch Kita-Schließtage durchführen.

Die Kollegen sind an diesen Tagen im Kindergarten und werden Arbeiten erledigen, die im Kindergartenalltag liegen bleiben müssen. An dem Schließtag beteiligen sich nahezu alle Einrichtungen in freier Trägerschaft aus Leipzig, Dresden, Zwickau, Pirna, Wurzen, Grimma, Görlitz. Lasten Sie es ihren MitarbeiterInnen nicht an, wenn sie aus diesem Grund nicht zur Arbeit erscheinen können.

Nutzen Sie Unternehmerverbände, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer um unsere Landesregierung zum Handeln aufzufordern!
Machen Sie ihren Landtagsabgeordneten mit auf diese Situation aufmerksam!
www.landtag.sachsen.de

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